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Wanderreiten am Polarkreis

Wir über uns

Im äußersten Nordwesten Islands, eingerahmt von den Fluten des Nordatlantik und der Eiskappe des Gletschers Drangajökull, liegt in dem lieblichen Bergtal Skjaldfannadalur unsere Schaf- und Pferdefarm Laugarholt.

Hier dienen die Pferde seit altersher dazu, im Herbst die Schafe in den Bergen zusammenzutreiben, bevor die eisigen Winterschneestürme hereinbrechen und die Sonne für mehrere Monate hinter dem Gletscher verschwindet. Das Gelände, in das die Schafe hinaufziehen, ist schroff und so schwer begehbar, dass nur die trittsichersten und verlässlichsten Pferde den harten Bedingungen genügen.

Seit nunmehr über 20 Jahren bieten wir begeisterten Reitern und sattelfesten Naturliebhabern an, auf dem Rücken dieser Pferde die wilde, einzigartige Fjordlandschaft nördlich unseres Hofes zu erkunden – unterwegs mit Packpferden und freilaufender Herde, ganz wie zu Zeiten unserer Vorfahren.

Dieses Gebiet wurde vor mehr als einem halben Jahrhundert von den letzten Bewohnern verlassen – zu hart war das Leben in der Abgeschiedenheit. Nun hat sich die Natur den Raum zurückerobert. Hier finden wir eine artenreiche subarktische Pflanzen- und Tierwelt vor, die seinesgleichen in Island sucht. Viele See- und Watvögel brüten in den Klippen und Wiesen, sogar Seeadler sind nicht selten. Eisfüchse huschen vorüber, und Robben liegen behaglich auf den Felsen in der Sonne. Strandvegetation wechselt mit kargen Hochflächen und üppigen Bergblumenwiesen.

Die Route verläuft im Kreis um den Gletscher Drangajökull: am Strand entlang, durch das seichte Wasser der Fjorde bei Ebbe und durch reißende Gebirgsbäche, auf alten Pfaden über karge Hochebenen und vorbei an verlassenen Gehöften. Am letzten Tag überqueren wir den Gletscher. Dort, wo keine Menschenseele mehr wohnt, erleben wir die überwältigende Weite der Landschaft und nehmen unsere eigene Winzigkeit wahr angesichts der Wildnis. In den Tälern treffen wir auf ehemalige Bewohner der Region und ihre Nachfahren, die in der Abgeschiedenheit den Sommer verbringen. Wir genießen ihre Gastfreundschaft und lauschen Geschichten aus vergangener Zeit.

Die empfindliche Natur, die schmalen Pfade und die begrenzten Übernachtungsmöglichkeiten erlauben uns, nur mit einer kleinen Gruppe (ca. sechs TeilnehmerInnen und zwei Führer) unterwegs zu sein. So entsteht schnell eine vertraute Atmosphäre, in der sich alle gut kennen. Jeder ist ein wichtiger Teil der Gruppe und trägt zum Gelingen bei. Das gesamte Gepäck führen wir auf den Pferden mit, da es in diesem straßenlosen Gebiet kein Versorgungsfahrzeug gibt. Wir übernachten in alten Bauernhäusern, die die ehemaligen Bewohner der Region zu Schlafsackunterkünften umgebaut haben, und in einem geräumigen Gemeinschaftszelt.

Wir betreiben SVAÐILFARI als Familienunternehmen. Thórður Halldórsson führt alle Touren selbst, stets unterstützt von einem erfahrenen Freund oder Verwandten. Seine Frau Dúna nimmt die Buchungen entgegen, organisiert, packt und empfängt die Gäste zuhause auf der Farm. Thórðurs Mutter Ása ist Expertin im Zubereiten traditioneller isländischer Speisen und versorgt die Proviantkisten mit hausgemachten Spezialitäten.